Schlagwort: Inselbegabung

  • Eine Kontroverse: Eine isolierte Gabe inmitten von Defekten.

    … so und anders wurde das Savant-Syndrom, wahrscheinlich synonym mit Inselbegabung, durch Feststellung beschrieben.

    Diese Art der Festellungen kenne ich bereits über 25 Jahre. Sie findet sich auch auf dem Wikipedia-Artikel zu Inselbegabung.

    Es besteht das Potenzial vieler Schlussfolgerungen und Endeffekte. Diese Feststellung bzw. dieser Satz eignet sich wunderbar zur Deduktion, Dekonstruktion, Rationalisierung, auch von nicht-rational und irrational. Zur Erklärung und zum Verstehen. Es werden Gegenteile (Mitdenken und Gegendenken) provoziert.

    Es wird eine Fähigkeit als isolierte Gabe (Vorhanden-Ist) inmitten von Defekten beschrieben. Das lässt u.a. eine Reduktion und eine Konzentration auf „ein“ einziges Können zu. Inmitten von Defekten kann sich auf biologische, physische, neurologische und kognitive Voraussetzungen konzentrieren. Außerdem lässt es zu, dass mehrere Defekte bestehen.

    Weiter lässt es die Fokussierung auf Fähigkeiten zu, was wiederum für das Verständnis um: „Was ist mit dem Rest?“ zulässt. Dabei ist es unmöglich, dass ein Mensch ein einziges Können hat! Der Mensch ist in der Lage, zu leben, zu lernen, sich zu entwickeln bzw. bei einem Stand zu bleiben. Der Mensch ist auch in der Lage, einen anderen Menschen auf das Wesentliche bzw. sein Wesentliches, ggf. auch ein Wesentliches, zu konzentrieren (Siehe Verfasser der Feststellung „Eine isolierte Gabe inmitten von Defekten.“ Douwe Draaisma, 2006). Der Begriff „Inselbegabung“ trifft das Phänomen am ehesten. Der Umgang mit dieser Feststellung, diesem Satz, macht es unmöglich, ihn nicht zur Relativieren. Eine überaus intelligente Äußerung durch Douwe Draaisma.

    Ich hatte mich dabei erwischt, wie ich dem kontern wollte. Dabei kam heraus: „Teil“chen sind Teile, auch dem genauen Wortlaut entsprechend sowohl Teilchen, als auch Bestand“Teil“, siehe auch: Bestandteil. Ein Versuch, eine Dynamik der Physik, Astrophysik (Universum und so…), das Vorhanden-Ist des Menschen und die Soziologie einzufangen.

    Er kann beschreiben: „Klein“ ist eigenständig und vorhanden, bedarf keiner Konzentration oder Ableitung in Größen (bspw. Intelligenz). Sondern einen Teil, welcher bereits vorhanden ist und zum Bestand gehört. Trennung wo eine Trennung sein kann, nicht muss. Bezugnahme zu kollektives Ausdehnen, um bei der Sache zu bleiben und um erwähnt zu werden (was man meinem Versuch allerdings auch „Nachsagen“ könnte.). Konzentration: Weg vom Außen zum Wesentlichen. Weitere Schlagworte sind: Dimensionen und Heterogenität.

    Abstrakt: Der Mensch als Defekt (und Bestandteil in Gruppe/Umgebung, ergo: gleich mehrere Defekte in einer Umgebung?) im Hinblick auf eine Entwicklung und bisherige Schlussfolgerungen, auch um ein Phänomen zu beschreiben? Siehe Idiot-Savant bis aktueller Stand. Zum Veranschaulichen das Beispiel „Gruppenzwang/Gruppendynamik“, oder auch „Sprachreflexion.“. Da kann ich mich mit einordnen. Sprachreflexion ist einer der größten Übeltäter und eine Grundlage in Gruppendynamik, Gruppenzwang und im täglichen Gebrauch. Gemeint ist nicht zwangsläufig „aggressive“ Wortwahl, welche auf einen „abfärben“ kann, sondern der übliche und gewohnte Schrift- und Sprachgebrauch in jeder Umgebung.

    Früher gab es den Begriff: Idiot Savant. Dies entsprach einem früheren Typus im medizinischen und psychologischen Umfeld. Der Begriff „Idiot Savant“ wurde erstmals um 1870 verwendet und findet seinen Ursprung im französischen.

    Er setzt sich aus Idiot (für Privatperson, welche nicht an öffentlichen Angelegenheiten teilnimmt. Die Bedeutung wandelte sich zu „ungebildeter Mensch“ und „geistig eingeschränkt“. Also Menschen, welche sich aus dem öffentlichen Leben oder privaten Leben im Kontrast zum Rest einer/der Familie „abkapseln“.) und Savant (gelehrter, wissend und im lateinischen sapere, also „weise sein“. Es wird ein Mensch bezeichnet, welcher ein tiefes Wissen, starke Konzentration, starker Fokus, hohe Begabung hat.) zusammen.

    Warum relativieren wir?
    – Erklärungsversuche und Wissensaufbau (Verstehen wollen/müssen)
    – Komplexität der Umgebung und des Menschen.
    – Kausalität und kausale Zusammenhänge.
    – Sprache / Schrift formt Wirklichkeit. Ob faktisch oder phantastisch. Man möchte keine Missverständnisse oder Verletzungen.

    KI zeigt dann noch Inhalte wie „Philosophische Tiefe“.

    Hashtag: Was ist Tiefer? Tasse oder Teller? Oder! Die Oder ist ein Fluss. In Nordrhein-Westfalen gibt es außerdem einen Bach, der Oder heißt. Die größte Kaffeetasse fasst 26.939,22 Liter (Tonic World Center S.A. de C.V., Mexiko, Weltrekord vom 10.12.2022.). Eine typische Kaffeetasse in Deutschland fasst 150ml – 250ml. Das sind eine Menge Kaffeetassen.

    Um dabei zu bleiben: Inselbegabung ist auch Inselbegabung. Sie ist eine Fähigkeit, die auch mehrere Fähigkeiten beschreibt. Weitere Fähigkeiten lassen sich nicht ausschließen. Sie kann als Gabe verstanden werden. Logisch: Neuronales Netzwerk, kognitiver Bestandteil.

    Die Ergebnisse; also das, was man visuell, verbal und non-verbal zu verstehen bekommt, sind keine spontanen Einfälle oder zufällige Treffer. Dahinter stecken bewusste/teils bewusste und intentionale sowie unbewusst und automatische Gedanken- und Verarbeitungsprozesse. Gemeint sind auch intuitive Reaktionen oder bewusste und unbewusste Mustererkennung.

    Um den Wikipedia-Artikel zu zitieren: „Eine Inselbegabung ist eine besonders herausragende Begabung (Fähigkeit) in einem spezifischen Bereich („Insel“), die überwiegend bei Menschen mit geistiger Behinderung, tiefgreifender Entwicklungsstörung oder Hirnschädigung auftritt.“

    Jedoch nicht ausschließlich, da einschließlich.

    Zu „spezifischem Bereich“: Dieser lässt sich bspw. durch die Psychologie / Psychiatrie definieren und ausarbeiten, also anhand von Standards und orientierend sowie angepasst an Individualitäten des Menschen (bspw. Spezialinteressen).

    Der Begriff „Gabe“ vs. Fähigkeit(en), Interesse(n), Spezialinteresse(n).

    Der Mensch ist nicht nur ein komplexes und vollständiges System. Der Mensch hat ein vollständiges und komplexes System.

  • Feststellung Savant-Syndrom und Inselbegabung

    Die Feststellung einer Inselbegabung, die auch als Savant-Syndrom bezeichnet wird, ist keine offizielle medizinische Diagnose mit festgelegten Kriterien. Ob das Savant-Syndrom eine Diagnose ohne festgelegte Kriterien sein kann?

    Stattdessen handelt es sich um ein Phänomen, das oft im Zusammenhang mit anderen Entwicklungsbesonderheiten (oder auch Entwicklungsstörungen) wie Asperger-Syndrom, Autismus oder geistiger Behinderung beobachtet wird.

    Eine Inselbegabung wird in der Regel durch eine umfassende fachärztliche Beurteilung festgestellt.

    Ich erinnere mich (während und nach Feststellung des Savant-Syndroms) an viele spannende Test‘s und Beurteilungen.

    Dazu gehören: Beobachtung und Feststellung der Interessen und der Fähigkeiten. Fachleute achten darauf, in welchen Bereichen eine Person überdurchschnittliche und/oder außergewöhnliche Fähigkeiten zeigt. Das können zum Beispiel Mathematik, Grund- und Prinzipienverständnis (schnelle Auffassungsfähigkeit), ein phänomenales Gedächtnis, musikalische oder künstlerische Talente sein.

    Eigene fokussierte und/oder entwickelte Spezialinteressen bieten ebenso eine Grundlage für überdurchschnittliche Leistungen und Fähigkeiten. 

    Tests und Beurteilungen: Es können EQ-/IQ-Tests und andere psychologische Beurteilungen durchgeführt werden, um das gesamte kognitive Profil der Person zu erfassen. Oft zeigen Menschen mit Inselbegabung einen sehr niedrigen IQ im Allgemeinen, aber einen extrem hohen Wert in ihrem speziellen Begabungs- bzw. Interessensbereich. Es können ausserdem mehrere sein. Inselbegabung mit weitere Teilbereiche-Erreichbarkeit ist mir nicht unbekannt.

    Anamnese: Die Ärzte (Neurologie, Psychiatrie, Psychologie) können die Familie und Bezugspersonen befragen, um Informationen über die Entwicklung, die Krankengeschichte und die Verhaltensweisen der Person zu erhalten. Solche Informationen sind entscheidend, um ein Gesamtbild zu verstehen (und auch verstanden zu haben).

    Wichtig ist außerdem: Eine Inselbegabung ist nicht dasselbe wie eine Hochbegabung. Während Hochbegabte in der Regel einen überdurchschnittlichen IQ über alle Bereiche hinweg haben, bezieht sich die Inselbegabung auf eine extrem spezifische, herausragende Fähigkeit, die oft im Kontrast zu den allgemeinen kognitiven Fähigkeiten steht. Es ist möglich, in den Bereichen einen überdurchschnittlichen IQ/EQ zu haben.

    Es gibt außerdem Menschen mit Inselbegabung(en), welche einen überdurchschnittlichen IQ / EQ in allen Bereichen haben.

    Menschen mit Asperger-Syndrom können einen überdurchschnittlichen IQ/EQ haben, demnach auch eine Hochbegabung. 

    Es gibt Menschen, welche sowohl Asperger-Syndrom als auch Autimus (bsp. atypisch funktionaler Autismus/atypischer Autismus) und das Savant-Syndrom haben. Das Savant-Syndrom kann mit dem Asperger-Syndrom, dem atyischen Autismus (sowie weiterer Codes im ICD10/ICD11) zugeordnet werden. Der ICD11 lässt auch zu, dass das Savant-Syndrom in weiteren Code eingeordnet werden kann.

    Es kann demnach sein, dass es Menschen mit ASS; Asperger-Syndrom und/oder atypischem Autismus gibt, welche sowohl eine Hochbegabung, als auch eine Inselbegabung haben.

    Was ebenso logisch ist: Hat ein Mensch eine festgestellte Hochbegabung und Jahre später einen Unfall, und es wird in Folge das Savant-Syndrom als Inselbegabung festgestellt (ohne das der Unfall Einfluss auf Hochbegabung hat), hat dieser Mensch eine festgestellte Hochbegabung und das Savant-Syndrom (Inselbegabung). Wenn festgestellt, auch bspw. ASS. Es ist auch möglich, dass eine Inselbegabung als Savant-Syndrom festgestellt wird.

    Zu der Frage: Gibt es Menschen mit dem Savant-Syndrom, welche keine Inselbegabung haben?

    Antwort: Per Definition nicht. Es ist jedoch zu beachten, dass das Savant-Syndrom und Inselbegabung synonym verwendet werden (was ein potentielles „JA“ verursachen kann). Definitionen sind nicht im Stein gemeißelt.

    Definitionsgemäß beschreibt das Savant-Syndrom jedoch das Phänomen einer Inselbegabung, die meist im Kontext einer anderen Entwicklungsstörung (wie Autismus oder einer geistigen Behinderung) auftritt, welche zuvor entstanden ist. Ich kann mir vorstellen, dass es auch Menschen mit dem Savant-Syndrom gibt, ohne das eine geistige Behinderung festgestellt wurde oder feststellbar ist.

    Der Begriff Savant-Syndrom wurde geprägt, um die spezielle und herausragende Fähigkeit (die „Insel“) zu betonen, die bei diesen Personen oft im Kontrast zu ihren allgemeinen kognitiven Einschränkungen steht.

    Nicht alle Autisten sind Savants: Es wird geschätzt, dass etwa 10 % der Menschen mit Autismus auch Savant-Fähigkeiten aufweisen, aber das bedeutet, dass die große Mehrheit der Menschen mit Autismus / Asperger-Syndrom keine Inselbegabung haben.

    Es gibt auch Savants ohne Autismus: Etwa die Hälfte der bekannten Savants hat eine Autismus-Spektrum-Störung, die andere Hälfte hat eine andere Form der geistigen Behinderung oder eine Hirnverletzung. Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen mit dem Savant-Syndrom gibt, bei denen keine geistige Behinderung oder Hirnverletzung festgestellt wurde bzw. feststellbar ist.

    Bei normaler Intelligenz: In sehr seltenen Fällen kann eine Inselbegabung auch bei Menschen mit einem durchschnittlichen oder sogar überdurchschnittlichen IQ auftreten. 

    Auch diese Fälle fallen unter das Savant-Syndrom.

    Zusammenfassend lässt sich festhalten: Das Savant-Syndrom ist der medizinische oder psychologische Begriff für das Phänomen der Inselbegabung. Die beiden Begriffe sind so eng miteinander verbunden, dass das eine ohne das andere bekanntermaßen nicht existiert.

    Am Rande: Früher beschrieb man atypischen Autismus auch als autistische Züge. Was wohl häufiger vorkam, insbesondere wenn man deutlich Asperger ist und eine weitere Form (wie z.B. atypischer Autismus) vorhanden, erkennbar und/oder feststellbar ist. So der Stand der Dinge (SDD) und die Entwicklung in den 1990er/2000er.

    Ich erinnere mich noch an das „Hin und Her“ während meiner Diagnosezeit. Erst war ich Asperger mit autistischen Zügen, und dann konnte man sich auf Asperger-Syndrom (hochfunktional) und Savant-Syndrom (atypisch funktionaler Autismus) „einigen“. Musste ja alles eingeordnet werden und: Blieb in den Codes! Achja: Asperger-Autismus gab/gibt es ja auch noch.

    Ich persönlich finde den heutigen Stand als orientierter, einheitlicher und standardisierter.

    Und dann gibt es noch: Die Dunkelziffer.

    Damals (vor dem Jahr 2000) wurde bei mir das Asperger-Syndrom (F84.5 G) und das Savant-Syndrom als sonstige tiefgreifende Entwicklungsstörung (F84.8 G) diagnostiziert und festgestellt. Atypischer Autismus (F84.1 V) befand sich noch in Diagnose, Feststellung bzw. Therapie.

    In der westfälischen Klinik in der Haard wurden Vorbereitung für die Feststellung/Anerkennung einer geistigen Behinderung getroffen, da festgestellt. 

    Meine biologische Mutter wurde auf diesem Weg unterstützt, hatte dies aber nie bei Behörden beantragt und meinen Aufenthalt vorzeitig beendet bzw. abgebrochen. Sicher auch aufgrund der Tatsache, dass sie kein geistig behindertes Kind möchte (Wie auch schon von ihr gehört.).