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  • Welche Filter und Filtermöglichkeiten fehlen häufig bei Menschen mit Asperger-Syndrom und Autismus

    Menschen mit Autismus haben häufig die fehlenden Fähigkeiten der Filterung bzw. Filtermöglichkeit(en). Man kann „fehlende Filter“ synonym verstehen. Ich kann mir vorstellen, dass das jedoch auch häufig für Missverständnisse sorgt.

    Bei Menschen mit Autimus ist die Selektivität / Selektierung häufig betroffen. Das bedeutet: Selektivierung (auch Selektion) und Selektierung kann ebenso eine Fähigkeit sein. Besonders betroffen ist die selektive Filterung sensorischer, sozialer und emotionaler Informationen und Verarbeitungen sowie die Verarbeitung. die Prozesse können ausgedehnter sein. Das wird häufig synonym mit „ausgedehnter“ und/oder „langsamer“ verstanden.

    Sensorische Filter: In diese Gruppe gehören u.a. Geräusche, Licht, Gerüche, Berührungen, Gleichgewicht sowie deren Ursachen und Auslöser (auch bei nicht vorhandenem Gleichgewich; Das fängt in:mit der Umgebung an, und kann sich auf das eigene Gleichgewicht auswirken. Auch die Wirkung auf ein Gleichgewicht und mit:in dem eigenen Gleichgewicht wird beobachtet und festgestellt.) sowie auch Körperwahrnehmung (Bsp. Gleichgewichtssinn). Es gibt auch weit verbreitete Schwierigkeiten/Herausforderungen mit der Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung. Auch ist das Erkennen bzw. Nicht-Erkennen solcher Schwierigkeiten/Herausforderungen weit verbreitet – wobei wir damit bei den sozialen Filtern sind.

    Soziale Filter: Gestik, Mimik (viele Menschen mit Autismus haben Herausforderungen/Probleme, nonverbale und verbale „Signale“ zu erkennen. Ich persönlich habe auch Herausforderungen, Ironie und Sarkasmus zu erkennen. Wenn ich das in einem Dialog erkenne, kommuniziere ich das auch. Und sei es nur mit der Frage/Feststellung: War das Ironie oder Sarkasmus?! Oder: „Das war Sarkasmus“, was häufig als Aussagenfrage kommuniziert wird. Die Person(en) gegenüber wirken häufig „begeistert“, „verwundert“ oder auch „realisitisch irritiert“. Mit Sicherheit ist häufig auch ein gedankliches „Meinte der das ernst, das ist doch wohl erkennbar.“ mit im Raum. @ll: Wenn dem so sein sollte; Ist auf beiden Seiten identisch. Nimmt sich also niemand was. Damit wurden auch kontextbezogene Kommunikation und Relevanzfilter thematisiert. Und es bleibt dabei: Es fällt vielen Menschen schwer. Ähnliches auch bezgl. Metaphern und impliziete sowie nicht-impliziete „Botschaften“. Vieles wird nicht automatisch gefiltert; Sei es nun autonom, heterogen, homogen, autodidaktisch oder/und didaktisch.

    Kognitive Filter und auch emotionale Filter: Ich bin ein Inseldenker. Ich denke und lerne mit vielen Denk- und Lernmustern und Schema(ta), autodidaktisch und didaktisch. Bei mir ist kognitiv vor emotional – zumal ich außerdem seit meiner Geburt emotionale Denk- und Lernschwierigkeiten habe, welche klinisch (medizinisch, psychologisch) und umgangssprachlich als emotionale Lernstörungen in Folge der biologischen, neuronalen, neurobiologischen Voraussetzungen geschimpft werden können. Dazu zählt auch affektive Lernstörung bzw. logischerweise in Folge auch Herausforderungen und Schwierigkeiten. Eine weitere Folge ist außerdem Alexithymie, welche ebenso Ursache sein kann.

    Neuronale Filter und Filterstörung(en)

    Neuronale Kommunikation und synaptische Dichte: Es gibt Studien, aus denen hervorgeht, dass sowohl weniger als auch mehr Synapsen eine Rolle spielen. Die synaptische Dichte (geringer, gleich oder höher) ist also mit-entscheidend. Das ist bei Menschen mit dem Savant-Syndrom ebenfalls gegeben. Die TU Dresden fand heraus, dass bei Autist:innen die Verarbeitung von Kommunikationssignalen bereits in der subkortikalen Hörbahn verändert ist. Das schlüsselt also die Konzentration der Signale, noch bevor die Signale das Bewusstsein erreichen. Ich hatte für mich vor über 25 Jahren mit Mnemotechnik sowohl Prozess „Bewusst-Ist“ und „Bewusst-Sein“ integriert, auch im Zusammenhang mit „Absolutes Gehör“. Selbiges auch mit Sensorik (also auch Empfindlichkeit und Überempfindlichkeit, Hochsensibilität und Hypersensitivität.

    Weitere Filterungen gibt es in den Bereichen neuronale Konnektivität und Struktur (RW Netzwerkstruktur), dazu zählen auch genetische Ursachen. Bei bestimmten genetischen Variationen (z. B. Fragiles-X-Chromosom) sind die neuronalen Filtermechanismen besonders stark betroffen.

    Menschen mit dem Savant-Syndrom

    Es kann verstärkt zu Überaktivitäten (ggf. auch „Hyperaktivitäten“) in bestimmten und auch spezialisierten Hirnarealen kommen, was häufig auch bei Menschen mit Autismus zu finden ist. Ebenso die Tatsache, dass neuronale Hemmmechanismen oft gestört oder abgeschwächt sind. Laut KI bedeutet das: Informationen und Verarbeitungen (nicht-kognitiv und auch kognitiv) werden nicht wie üblich gefiltert. Menschen mit dem Savant-Syndrom scheinen wohl stärker betroffen zu sein. Im Raum steht: Menschen mit dem Savant-Syndrom können viele Details gleichzeitig wahrnehmen und verarbeiten, bsp. bei der Reproduktion komplexer und nicht-komplexer Grundlagen (Musikstücke, Zeichnungen, Prozesse, Verarbeitungen…). Im Folgeschluss bedeutet es allerdings auch: Sensibilitäten, vor allem neuronal, kognitiv und nicht-kognitiv.

    Bei Menschen mit dem Savant-Syndrom entstehen die besonderen Fähigkeiten nach Entwicklungsstörungen und/oder Hirnverletzungen, wobei das Gehirn andere Areale funktional und nicht-funktonal „hochfährt“. Das beschreibt ebenfalls eine Grundcharakteristika, bezugnehmend auf die neuronalen, kogntivien und nicht-kognitiven Voraussetzungen und Gegebenheiten. Dieses „hochfahren“ entsteht also vor, in und während Konzentrationen (neuronal, kognitiv, nicht-kognitiv). Laut KI zeigen Menschen mit dem Savant-Syndrom oft eine geringe globale Vernetzung im Gehirn, aber „extreme“ lokale Spezialisierung. Für mich ist nachvollziehbar, das dahinter jedoch eine Auslastung bzw. Konzentration in:aus vielen Bereichen vorhanden ist und ggf. eine geringe globale Vernetzung vorhanden sein kann. Und das ist nicht nur bei Menschen mit dem Savant-Syndrom so, sondern auch bei Menschen mit Autismus.