Schlagwort: Autismus-Diagnose

  • Die Diagnose ist da: F84.1 G – atypischer Autismus

    Während meines Aufenthalts in der WKidH (westfälische Klinik in der Haard) gab es mit meinen Diagnosen Veränderungen. Zunächst war es eine gesicherte Asperger-Syndrom Diagnose, F84.8 war Thema und dann ging es zu Verdacht auf atypischen Autismus, was aufgrund des Aufenthaltsabbruchs durch meine biologische Mutter nicht bestätigt wurde.

    Heute steht die Diagnose fest und es ist: Autismus-Spektrum-Störung (F84.1 G); atypischer Autismus. Außerdem Fragiles-X-Syndrom in somatische Anamnese.

    Insgesamt kann ich die Diagnose durch die Charité – Benjamin Franklin Krankenhaus und Michaela Fleige in Berlin nur empfehlen.

    Hier eine Übersicht zur Diagnose:

    • Psychologische und psychotherapeutische Diagnose.
    • Die Autismus-Sprechstunde ist eine ambulante Diagnose, welche sich über mehrere Stunden/Präsenztage hinweg erstreckt.
    • Zur Diagnose gehört:
      • Anamnese, aktuelle Anamnese
      • Die psychiatrische Vorgeschichte
      • Psychopharmakologische Anamnese
      • Familienanamnese
      • Subsatnzmittelanamnese
      • Somatische Anamnese
      • Soziobiografische Anamnese
    • Es werden Befunde erstellt:
      • Psychopathologischer Befund

    Es kommen folgende Tools zum Einsatz: AQ, FSK (Fragebogen zur Sozialen Kommunikation), Klinisches Interview (aktuell nach ICD 10 und DSM-5, ADOS-2, die diagnostische Beobachtungsskala (Bereiche Kommunikation und Soziale Interaktion).

    Es gibt außerdem eine zusammenfassende Beurteilung und es werden Empfehlungen ausgesprochen. Dazu gehören Mittel zur Selbsthilfe und Hilfe durch interne und externe Anlaufstellen und Maßnahmen sowie weitere Unterstützungsangebote. 

    Bei mir waren es 4 Termine und eine Diagnosebesprechung. Bei meiner Diagnose in der KJP hatte ich ca. 25 Produktivdiagnose-Einheiten. Die Diagnose in der KJP war 1998/99 und stationär. Ich hatte außerdem weitere Stationen wie Neurologie, Neuropsychologie und Genetik – welche ich nun zwar auch machen könnte, allerdings scheint es so, als seien die vorliegenden Informationen ausreichend. Wobei es natürlich zweck- und sinnmäßig sein kann, ab und an mal Veränderungen beobachten zu lassen (Bsp. bezgl. der atypischen Gehirnentwicklung). Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ein Overload bspw. unmittelbar zu einer funktionellen Störung führen kann.

    Ich bin mit der Durchführung der Diagnostik zufrieden, Note „1-“ nach Schulnotensystem. 

  • Studienanfrage und Psychotherapieangebot der Institutsambulanz der Humboldt-Universtität Berlin

    Über den Aspies e.V. E-Mail Newsletter habe ich die Information erhalten, dass die Humboldt-Universität zu Berlin, ergänzend zum Behandlungsangebot (Diagnostik und Therapie), ein Studienangebot bzw. ein Forschungsprojekt anbietet, welches wahrgenommen werden kann.

    Das Forschungsprojekt

    Trotz einer hohen Prävalenz (circa 1-2%) existieren nur wenige
    therapeutische Behandlungsansätze für Erwachsene im Autismus-Spektrum.

    An der Hochschulambulanz der Humboldt-Universität zu Berlin wurde ein einzeltherapeutisches Behandlungsmanual entwickelt, welches sich spezifisch an Erwachsene im Autismus-Spektrum ohne begleitende Intelligenzminderung richtet. In einer aktuellen Studie soll dieses Behandlungsmanual überprüft und mit der derzeit üblichen Behandlung durch ärztliche, psychiatrische oder psychologische Behandler:innen verglichen werden.

    Das Behandlungsprogramm

    Das Behandlungsprogramm wurde (basierend auf dem Manual von Dziobek & Stoll (2019)) für die einzeltherapeutische Behandlung von Erwachsenen im Autismus-Spektrum ohne Intelligenzminderung entwickelt. Bei der Entwicklung des Manuals haben autistische und neurotypische Personen
    mitgewirkt. Die Behandlung umfasst mehrere Module zu den Themen Wissen über psychische Besonderheiten, Selbstwert, Umgang mit Stress, und Beziehung zu anderen Menschen. Die Behandlung findet in 12 wöchentlichen Doppelsitzungen (à 100 Minuten) an der Hochschulambulanz der Humboldt Universität zu Berlin statt und wird durch Therapeut:innen mit Erfahrung
    in der Behandlung von autistischen Menschen durchgeführt. Die Therapie ist für Sie kostenfrei und wird über Ihre Krankenkasse abgerechnet.

    Der Ablauf

    Vor der psychotherapeutischen Behandlung findet eine ausführliche und differenzierte diagnostische Einordnung statt, um den Schweregrad der Autismus-Symptomatik und möglicher komorbider Störungen sowie die Eignung für eine Teilnahme an der Studie zu bestimmen. Bitte beachten Sie: Eine Teilnahme ist nur mit vordiagnostizierter Autismus-Spektrum-Störung möglich, im Rahmen der Studie erfolgt keine ausführliche Autismus-Diagnostik.

    Durch eine zufällige Zuteilung wird dann bestimmt, ob Sie direkt mit der Behandlung beginnen (Gruppe 1) oder ob sie für ca. 7 Monate warten und erst dann mit der Behandlung starten (Gruppe 2); in dieser Zeit können Sie aber die übliche Versorgung (wie z.B. Besuche bei der Psychiater:in) sowie alternative Unterstützungsangebote (wie z.B. der Besuch von Selbsthilfegruppen) in Anspruch nehmen. Hierzu erhalten alle
    Studienteilnehmer:innen zu Beginn eine Beratung zu möglichen Angeboten. Eine von der Studie unabhängige Psychotherapie ist während des Zeitraums der Studie in beiden Gruppen nicht möglich.

    Jeweils zu Beginn Ihrer Teilnahme, nach ca. vier Monaten und nach ca. sieben Monaten erfolgen Termine, bei denen Sie Fragebögen ausfüllen und ein Gespräch mit einer Studienpsycholog:in haben, um mögliche Veränderungen zu erfassen. Hier werden Informationen zu Ihrer psychischen, sozialen und beruflichen Situation erfragt und Sie werden
    gebeten, verschiedene Fragebögen auszufüllen. Zusätzlich wird eine Ihnen nahestehende Person gebeten (z.B. Familienangehörige, Freund:in, Kolleg:in), einen Fragebogen zu Ihren Schwierigkeiten und Stärken im Umgang mit anderen Personen auszufüllen.

    Die Teilnahmevoraussetzungen

    • Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung (F84.0, F84.1 oder F84.5)
    • Alter 18-65 Jahre
    • IQ ≥ 80
    • Ausreichende Deutschkenntnisse (um eine Psychotherapie auf Deutsch durchzuführen)
    • Bereitschaft einer externen Person, über mehrere Messzeitpunkte hinweg einen Fragebogen auszufüllen
    • Einwilligung in Audio- und Videoaufnahmen von Therapiesitzungen
    • Wöchentlich Zeit für eine Doppelsitzung Therapie (Mo – Do; 9 – 17 Uhr)
    • Keine schweren Einschränkungen beim Lesen oder Schreiben
    • Keine schweren neurologischen Störungen
    • Keine Substanzabhängigkeit oder Substanzmissbrauch in den letzten 12 Monaten.
    • Keine akute Suizidalität oder akute Psychose, akute Manie oder akute schwere depressive Episode.
    • Keine im Vordergrund stehende psychische oder körperliche
      Störung, die primär und dringend Behandlungsbedürftig ist
    • Keine oder unveränderte Einnahme von Psychopharmaka für mind. 6 Wochen vor Studienbeginn.
    • Keine aktuelle (teil-)stationäre psychiatrische Behandlung zu
      Studienbeginn
    • Keine ambulante Psychotherapie derzeit oder in den letzten 6
      Monaten vor Studienbeginn

    Sie sind Interessiert?

    Wenn Sie Interesse an einer psychotherapeutischen Kurzzeit-Behandlung und damit an einer Studienteilnahme haben, melden Sie sich gern bei uns! Gerne geben wir Ihnen unverbindlich Auskunft und prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob eine Studienteilnahme in Frage kommt.

    Schreiben Sie eine kurze E-Mail an:

    mkvt.studie.psy@hu-berlin.de

    Oder rufen Sie uns an unter:

    030 2093-98800 [1]

  • Für die Unterlagen, und Präventiv.

    Aktuell befinde ich mich in einer Autismus-Diagnose bei der Autismus-Sprechstunde der Charité.

    Dabei handelt es sich um meine zweite Diagnose. Bereits 1998/99 hatte ich ein Diagnoseverfahren in der westfälischen Klinik in der Haard (heute LWL). Damals noch mit Neurologie, Genetik und Neuropsychologie – stationärer Aufenthalt. Man empfahl damals, zu einem späteren Zeitpunkt eine präventive Maßnahme umzusetzen (Bsp. ab dem Alter 35). Dies wurde umgesetzt.

    Die Diagnose in der Charité (Benjamin Franklin) umfasste bisher 4 Präsenztermine, einiges an Unterlagen und Dokumentation (u.a. auch Tagesberichte). Diese brachte ich selbst mit ein. Der 5. Termin wird die Diagnosebesprechung sein.

    Fest steht: Ich bin im Autismus-Spektrum. Der Begriff und die Bezeichnung werden seit 2013 im DSM-5 geführt.

    Die Diagnose wird in den kommenden Tagen gestellt, der Arztbrief geschrieben und die Diagnosebesprechung folgt.