Hej.

.willkommen! ich bin tian und am 10.10.1989 in krefeld geboren. aufgewachsen bin ich am niederrhein, und lebe in berlin. ich bin autist und habe das savant-syndrom.

  • Die Story zu den 8S

    Die 5S-Methode ist ein grundlegendes Konzept des Lean Management, das sich mit der strukturierten und effizienten Organisation von Arbeitsplätzen befasst. Sie stammt ursprünglich aus Japan (Toyota-Produktionssystem) und zielt darauf ab, Verschwendung (z.B. langes Suchen, unnötige Wege), Fehlerquellen und Unfallrisiken zu minimieren. Sie dient nicht nur der Ablauf- und Prozessoptimierung, in dem sie den Menschen in den Fokus setzt (aktives und passives Handeln, Reagieren, Agieren), sondern eignet sich wunderbar zur Integration in den Alltag. Das eigene Leben basiert auf identische Abläufe.

    Die fünf Schritte, die alle mit einem S beginnen, bauen aufeinander auf:

    • Sortieren (Seiri): Unnötige Gegenstände und Materialien werden aussortiert und vom Arbeitsplatz entfernt. Es verbleibt nur, was zur Erledigung der aktuellen Aufgaben zwingend erforderlich ist.
    • Systematisieren (Seiton): Die benötigten Arbeitsmittel erhalten feste Plätze und werden so angeordnet, dass sie ergonomisch und logisch griffbereit sind. Das spart Zeit und Wege.
    • Säubern (Seiso): Der Arbeitsplatz wird systematisch gereinigt. Das dient nicht nur der Ordnung, sondern auch der frühzeitigen Erkennung von Mängeln, Verschleiß oder Defekten an Maschinen und Werkzeugen.
    • Standardisieren (Seiketsu): Für die ersten drei S werden klare Regeln, Checklisten, Verantwortlichkeiten und Routinen festgelegt. Dies stellt sicher, dass Ordnung und Sauberkeit zum allgemeinen Standard für alle Beteiligten werden.
    • Selbstdisziplin (Shitsuke): Die Etablierung der neuen Standards wird durch regelmäßige Kontrollen aufrechterhalten und zur Gewohnheit gemacht. Dieser Schritt fördert eine Kultur der ständigen Verbesserung.

    Neben der 5S-Methode gibt es auch noch die 6S-Methode. Die 6S-Methode ist eine Erweiterung der 5S-Methode mit dem S (Safety = Sicherheit).

    Die Bezeichnung „Methode“ ist flexibel. Es lässt sich bspw. durch System und Programm ersetzen. Auch Begriffe/Bezeichnungen für das eigene Verständnis sind zulässig.

    Ich habe sowohl die 5S Methode, als auch die 6S Methode dazu genutzt, um eine eigene Methode (welche ich auch System, Programm, Perspektive nenne) zu entwickeln, welche ich hier als 8S darstelle.

    Dafür habe ich auch unter anderem gemeinsame Überschneidungen im alltäglichen Leben genutzt. Ich habe überlegt, was haben Berufstätige und Nicht-Berufstätige gemeinsam, um eine Parallele zur haben. Ein Effekt der Verlagerung: Ich kann das aus dem Privatleben mit in den beruflichen Alltag nehmen, oder eben im privaten Leben lassen. Organisches Wachstum steht im Vordergrund, basierend auf den Grundskills, welche jeder Mensch von Natur aus mitbringen kann.

    Hinzu kam noch Überlegungen zu Überschneidungen und Gemeinsamkeiten aus:

    • Alltagsverlauf
    • Die liegende 8 und deren Prinzipien
    • Eigenes Verhalten
    • Ergebnisse und Ziele jeder mir bekannten Art
    • Fachbezogene Grundlagen (Bspw. mathematische Verhalten, Informatik, Physik, Biologie, Geschichte, Qualitätsmanagement …)
    • Funktionalität
    • Gesellschaftliches Leben (Innerhalb und außerhalb der BRD)
    • Grundprinzip eines „ordentlichen“ Algorithmus
    • KI / AI Prinzipien
    • Kontinuierliche Veränderung und/oder Verbesserung
    • Kulturen
    • Kunst
    • Lebensverlauf
    • Lebensverlauf anderer Menschen
    • Menschen (In jeder Position, nicht nur beruflich)
    • Manipulationen (nicht menschlich, menschlich)
    • Methodologien
    • Musik
    • Mythologien
    • Organisationen und deren Tätigkeiten
    • Potenziale
    • Produktionsabläufe
    • Prozesse / Prozessmodellierung / Prozessgestaltung
    • Psychologie
    • Puzzle
    • Serien / Film / Videos
    • Spiele
    • Qualitätsmanagement Grundlagen

    Gemeint sind nicht nur menschliche Verhalten, sondern auch technische und kommunikative Grundlagen und Aufträge sowie Absichten. Auch grundlegende Fragen wie

    • Was möchte kommuniziert werden?
    • Welche Positionen sind vorhanden?
    • Was ist der Auftrag?
    • Was soll das Ziel sein?
    • Was ist das Ergebnis?
    • Was sind Potenziale?
    • Was kann die Phantasie potenziell entwickeln?

    fanden in dem Abgleich statt, welcher in der praktischen und theoretischen Erstellung keine 2 Minuten gedauert hat, statt.

    In diesen ca. 2 Minuten floss das ein, was ich in den letzten ca. 35 Jahren gesehen und erfasst habe. Es fühlte sich wie Hochleistungstätigkeit an. So kann es sein, das ich bspw. beim Film Godzilla ca. 50 Grundlagen zum Abgleich genommen habe oder die Musik, welche ich hörte, in Points aufgeteilt wurde, mit denen ich dachte. Dazu noch das unbewusst aufgenommene, was einem so durch den Kopf schießen kann. Und ich finde, das ich durchschnittlich viel Filme / Serien / Videos gesehen und gehört habe.

    Das Ergebnis wurde eigenständige Interpretationen, welche ich innerhalb von ca. 2 Minuten in eine Methode bzw. in ein Programm und System formulierte. Das alles fand in einem Hyperfokus statt.

    Äußerliche Faktoren kamen erschwerend hinzu.

    Einige Monate zuvor entwickelte ich einen eigenen Code, die S-Darstellung. Dieser kann eine Lebenseinstellung abbilden (Eher dem Code of Conduct entsprechend). Die S-Darstellung zeigte den Effekt der Erstellung von 8S innerhalb von Zeitraum X nach Erstellung. Die S-Darstellung ist zudem in einem sensiblen Moment, wahrscheinlich auch Hyperfokus, entstanden und „starkes NLP“.

    Die 8S sind:

    1. seiri (sort)
    2. seiton (systematization)
    3. seiso (cleaning)
    4. seiketsu (standardization)
    5. shitsuke (discipline)
    6. sekyuri (safety)
    7. shisutemu (system, program)
    8. serufusuto (self-strike)

    Die 8S sind heteronom.

    Das Ergebnis der Feststellungen und individuellen Bedeutungen kann abstrakt sein. Die Methode ist nicht ausgangsgebunden, sondern quell-offen. Im Fokus steht die kontinuierliche Entwicklung, was dem Ergebnis entspricht. Setzen wir Organisch in den Vordergrund der Tätigkeit: Der Mensch ist organisch. Das meiste, was erstellt wird, ist in mind. einem Punkt in der Kette vom Menschen „angefasst worden“. Das menschliche Denken ist zu 100% organisch…. So auch Verhalten?

    Ein weiteres Ergebnis: Die Reduktion von Komplexitäten.

  • Fick-dich-ins-Knie, Major System (Mnemotechnik, 8S-Methodik und „Das Leben“.

    Ich habe aus Spaß den Satz „Fick dich ins Knie“ ins Major System übersetzt. Daraus ergab sich die Zahlenkombination: 87102072

    Diese habe ich in die 8S Methodik übersetzt. Da die 8S-Methodik über keine Position 0 verfügt, habe ich das in den Wert 871272 umgewandelt und in die jeweiligen Positionen übersetzt.

    Daraus ergibt sich: „Durch tiefgehendes Selbststudium (8) begreifen wir das bestehende System (7), um Unnötiges radikal auszusortieren (1); das Verbleibende ordnen wir systematisch an (2), um daraus ein neues, stabiles Gesamtsystem (7) zu formen, das fortan als feste Struktur verankert ist (2).“

    Kurzform als funktionaler Leitsatz:

    „Erst analysieren und das System verstehen, dann Ballast abwerfen und neu ordnen, um eine dauerhaft strukturierte Systemlandschaft zu etablieren.“

    Zudem wird die Autodidaktik beschrieben.

    In meiner Recherche gab es außerdem die Formulierung „Es ist die Reinform der Autodidaktik“ – allerdings übertragen auf das eigene Leben und die eigene psychische Struktur, was sich perfekt auf mein Leben verstehen lässt.

    Während die meisten Menschen ein vorgegebenes System von außen passiv übernehmen, habe ich als Autodidakt mein eigenes Selbst agiert.

    Wenn man die Sequenz 871272 unter diesem Blickwinkel betrachtet, zeigt sie den klassischen autodidaktischen Dreischritt:

    1. Die Dekonstruktion: Ich beobachte ein System von außen (Selbststudium), analysiere die Regeln und sortiere das aus, was für mich unlogisch, schädlich oder unbrauchbar ist, ohne es zu löschen.
    2. Die Rekonstruktion: Ich übernehme die verbleibenden, logischen Bausteine und setzt sie eigenständig zu einem neuen, eigenen System zusammen.
    3. Die Festigung: Ich veranker dieses System so tief in mir, dass es zu einer stabilen Persönlichkeitsstruktur wird.

    Autodidaktik erfordert genau das: Eine klare Trennung zwischen dem eigenen Ich und der fehlerhaften Umgebung, gepaart mit dem unbedingten Willen, sich die Welt und sich selbst über Logik und Struktur zu erschließen, anstatt sich blind anzupassen.

    Damit lernte ich außerdem: Menschen, Entwickler:innen einer eigenen Methodik als Werkzeug zum Verständnis des ICH’s und das Verständnis zu Außerhalb, meinet wegen als „Die anderen“. Ein roter Faden? Unbewusst und/oder intuitiv? Oder ein, von außen betrachtet, logischer Zusammenschluss?

    Japan, Methodology, Spiritualität, Einklang… Und was einem eben noch so einfallen würde.

    Ein bisschen Background-Wissen zum Major-System:

    Das Major-System (auch bekannt als Mnemotechnisches System oder Ziffern-Wort-System) wurde nicht von einer einzelnen Person im Alleingang entwickelt, sondern über Jahrhunderte hinweg verfeinert.

    Die Ursprünge und entscheidenden Entwicklungsschritte lassen sich auf drei zentrale Persönlichkeiten zurückführen:

    1. Der Erfinder: Johann Just Winkelmann (1648)

    Der deutsche Historiker und Schriftsteller Johann Just Winkelmann (auch bekannt unter seinem Pseudonym Stanislaus Mink von Wennsshein) gilt als der eigentliche Erfinder des Prinzips. Im Jahr 1648 veröffentlichte er eine Methode, bei der Ziffern erstmals festen Konsonanten zugeordnet wurden, um sich Zahlen über Wörter besser merken zu können. Seine Zuordnung war allerdings noch relativ unstrukturiert und kompliziert.

    2. Der Reformer: Richard Grey (1730)

    Der englische Priester Richard Grey verfeinerte das System im Jahr 1730 in seiner Schrift Memoria Technica. Er ordnete den Ziffern sowohl Konsonanten als auch Vokale zu. Dadurch ließen sich zwar direkt Wörter bilden, das System war aber stark an die englische und lateinische Sprache gebunden und im Alltag immer noch recht sperrig zu nutzen.

    3. Der Namensgeber und Perfektionist: Aimé Paris (1825)

    Die moderne Form, die wir heute als das klassische Major-System kennen, geht maßgeblich auf den französischen Mathematiker und Gedächtnistrainer Aimé Paris zurück. Er überarbeitete das System um 1825 grundlegend.

    • Er trennte die Vokale komplett von den Ziffern (Vokale dienen seitdem nur noch als „Füllmaterial“ ohne Zahlenwert).
    • Er ordnete den Ziffern 0 bis 9 feste Konsonantenlaute (Phoneme) basierend auf ihrer Aussprache zu.

    Warum heißt es „Major-System“?

    Der Name führt oft in die Irre, da kein „Major“ das System erfunden hat. Die Bezeichnung etablierte sich vor allem im englischsprachigen Raum durch den Gedächtniskünstler und Autor Major Beniowski (ein polnischer Graf und Militär, eigentlich Bartłomiej Beniowski). Er adaptierte die Methode von Aimé Paris, unterrichtete sie intensiv in London und machte sie unter seinem militärischen Titel „Major“ weltberühmt. Später wurde es von modernen Gedächtnistrainern wie Tony Buzan oder Harry Lorayne weiter popularisiert.

    Das Kernprinzip bis heute: Die Zuordnung basiert rein auf dem Klang (Phonetik) der Konsonanten, nicht auf der Schreibweise. So steht beispielsweise der fließende n-Laut immer für die 2 und der m-Laut für die 3, unabhängig davon, wie das Wort geschrieben wird.

  • Wahrnehmung

    Visuelle Bildbeschreibung: „Perspektive im urbanen Raum“

    Gesamteindruck und Komposition

    Das Bild zeigt eine belebte, urbane Straßenszene in einer deutschen Stadt (erkennbar an der typischen Berliner Architektur, einer gelben Straßenbahn und deutschen Ladenschildern wie „Bäckerei“ und „Aldi“). Die Komposition ist zentralperspektivisch aufgebaut: Im Mittelpunkt steht eine männliche Figur von hinten, auf die der Blick der betrachtenden Person gelenkt wird. Das Besondere an der Darstellung ist die Überlagerung der realen Szenerie mit mehreren schwebenden, scharf fokussierten Bildelementen im Vordergrund, die wie visuelle Fragmente oder Overlays wirken.

    Die zentrale Figur

    • Position und Haltung: Eine junge, männliche Person steht mit dem Rücken zur Kamera exakt in der Mitte des Gehwegs. Ihre Haltung ist statisch und bildet einen Ruhepol inmitten der dynamischen Umgebung.
    • Kleidung: Sie trägt einen dunkelblauen Kapuzenpullover (Hoodie), eine dunkle Jeans und dunkle Sneaker mit heller Sohle.
    • Details: Auf dem Kopf der Figur sitzen große, schwarze Over-Ear-Kopfhörer. In der linken Hand, die locker an der Seite hängt, hält sie ein kleines, dunkles Objekt (ein sogenanntes Fidget-Toy oder eine Kette).

    Die Umgebung (Hintergrund und Dynamik)

    • Rechte Seite (Gehweg): Ein belebter Bürgersteig vor einer Ladenzeile. Zu sehen sind unter anderem eine Bäckerei, ein „Späti“ und eine Aldi-Filiale. Zahlreiche Passant:innen bewegen sich in verschiedene Richtungen; viele von ihnen sind durch die Bewegung leicht unscharf dargestellt (Bewegungsunschärfe).
    • Linke Seite (Straße): Eine asphaltierte Straße mit nassen Stellen und Pfützen auf dem Boden. Eine gelbe Straßenbahn fährt am linken Bildrand vorbei. Mehrere Fahrradfahrer:innen und Autos sind in Bewegung und ebenfalls mit deutlicher Unschärfe abgebildet, was die Dynamik des Verkehrs unterstreicht.
    • Zentrum/Hintergrund: Ein großer Baum steht am Straßenrand, daneben eine Litfaßsäule voller bunter Konzert- und Werbeplakate sowie ein grauer Laternenmast mit einem gelben Smiley-Aufkleber.

    Die schwebenden Fragmente (Overlays)

    Das auffälligste gestalterische Element sind mehrere rechteckige, transparente und semitransparente Bildelemente, die flach im Vordergrund über der Szene liegen. Sie wirken wie Ausschnitte, die unter einem Mikroskop vergrößert wurden:

    • Unten links: Ein scharfes, kontrastreiches Nahaufnahme-Fragment eines Fahrradreifen-Profils.
    • Daneben: Ein isolierter, quadratischer Ausschnitt des gelben Smiley-Geklebten vom Laternenmast.
    • Rechte Mitte: Ein schwebender Backsteinmauer-Ausschnitt, der ein Stück des Gehwegs überlagert.
    • Grafische Texteinblendungen: Auf der rechten Seite schweben zudem verschiedene, teils verzerrte oder fragmentierte Textelemente im Raum, darunter ein blau leuchtender Neonschriftzug mit der Aufschrift „KIEZ-KONSUM“ sowie Schilderfragmente mit Aufschriften wie „VERKEHT VERSTAD“ und „KONDITOREI“.

    Licht und Farbe

    Die Farbpalette ist realistisch und leicht urban-kühl gehalten. Die Kleidung der Passant:innen und die Asphaltfarben sind eher gedeckt, während die gelbe Straßenbahn, das blaue Aldi-Schild und die bunten Plakate an der Litfaßsäule gezielte Farbakzente setzen. Das Licht wirkt wie an einem leicht bewölkten Tag, wodurch harte Schlagschatten fehlen, die Szene jedoch durch die vielen Lichtquellen der Geschäfte und Fahrzeuge belebt wird.

    Die Welt im Detail: Autistische Wahrnehmung im urbanen Raum

    Das Bild bietet einen tiefen Einblick in das Phänomen der sensorischen Überreizung (Sensory Overload, bietet auch parallelen zum Cognitive Overload) und die spezifische Art und Weise, wie viele autistische Menschen ihre Umwelt erleben. Es kontrastiert die alltägliche Kulisse einer Berliner Straße mit einer fragmentierten, hyperfokussierten Innenwelt.

    1. Reizfilterung und Detailfokus

    Während neurotypische Gehirne Hintergrundgeräusche, Werbeschilder und vorbeiziehende Menschen automatisch ausblenden, arbeitet der autistische Filter oft anders.

    • Einblendungen im Vordergrund: Die schwebenden, scharf umrissenen Fragmente – wie das Reifenprofil des Fahrrads, das Smiley-Plakat oder einzelne Textfragmente („Konditorei“, „Kiez-Konsum“) – symbolisieren, dass visuelle Details oft mit derselben Intensität und Priorität wahrgenommen werden wie das große Ganze.
    • Gleichzeitigkeit der Reize: Es gibt kaum eine unbewusste Hierarchie der Wichtigkeit; das Muster auf einer Backsteinmauer verlangt in diesem Moment genauso viel Aufmerksamkeit wie der herannahende Verkehr.

    2. Sensorische Überlastung (Sensory Overload)

    Die Dynamik der Straße – die Bewegung der Straßenbahn, das Vorbeirauschen der Fahrräder und die Unschärfe der Passant:innen – vermittelt das Gefühl einer permanenten Reizflut. Wenn zu viele sensorische Kanäle (Sehen, Hören, Riechen, die Bewegung der Menge) gleichzeitig ungefiltert einströmen, führt dies zu einer enormen kognitiven Höchstleistung, die Erschöpfung oder einen sensorischen Overload auslösen kann.

    3. Kompensationsstrategien und „Stimming“

    Die zentrale Figur zeigt von hinten die Perspektive des Erlebens und verdeutlicht auch die Bewältigungsmechanismen:

    • Noise-Cancelling-Kopfhörer: Sie dienen als lebenswichtiges Werkzeug, um die akustische Umwelt (Motorengeräusche, Stimmengewirr, Bremsenquietschen) zu dämpfen und dem Gehirn einen geschützten Raum zu geben.
    • Fidget-Toys / Stimming: Das Halten oder Bewegen von Gegenständen in den Händen (oft als „Stimming“ bezeichnet) hilft dabei, die überschüssige sensorische Energie zu kanalisieren, das Nervensystem zu regulieren und emotionale Stabilität in einer chaotischen Umgebung zu wahren.

    Fazit: Das Bild macht spürbar, dass Autismus im Alltag oft bedeutet, in einer Welt zu leben, die schlichtweg „zu laut, zu hell und zu schnell“ eingestellt ist. Es zeigt jedoch auch die faszinierende Fähigkeit, die Schönheit und Komplexität von Details wahrzunehmen, die anderen oft völlig entgehen, was jedoch auch eine Belastung sein kann.

  • Der erste Walk-and-Talk Selbsthilfe-Spaziergang (Berlin)

    Hallo zusammen,

    heute nehme ich an meinem ersten Walk-and-Talk teil. Etwas ähnliches hatte ich in der KJP, was jedoch ca. 27 Jahre her ist.

    Beim Walk-and-Talk handelt es sich um einen Selbsthilfe-Spaziergang.

    Der Walk-and-Talk wird von Autist:innen für Autist:innen angeboten, um einen Raum für themenzentrierten Austausch zu schaffen – ohne Masking, ohne Blickkontakt-Zwang und ohne soziale Erwartungen.

    Der Titel „Walkie-Talkie“ ist hier nicht als Verniedlichung zu verstehen. Der Name bezieht sich auf das technische Prinzip der Funkgeräte und adressiert damit die spezifischen Anforderungen sozialer Interaktion für Autist:innen: Direkte Kommunikation, bewusste Pausen und Verzicht auf Smalltalk.

    Dieser Spaziergang richtet sich an Menschen im Autismus-Spektrum, die andere Autist:innen treffen möchten. Es besteht die Gelegenheit, sich über relevante Themen zu unterhalten, wie den Alltag mit Autismus, persönliche Erfahrungen oder Spezialinteressen. Smalltalk und oberflächliche Gespräche sind nicht Teil des Formats. Als Hilfestellung, um ins Gespräch mit anderen zu kommen, dient eine Vorstellungsrunde sowie eine optionale Zuweisung von Gesprächspartnern.

    Die Planung ist klar strukturiert. 

    Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Veranstaltung, welche via Aspies e.V. kommuniziert wurde.

    Ich bin gespannt, wie es wird.

    **NT: Ich bin zufrieden. Das Treffen war zweck- und sinnmäßig. Ein guter Erfolg.

  • Ersatz für das Aspies e.V. Selbsthilfeforum?

    Das Aspies e.V. Selbsthilfeforum wird u.a. überarbeitet und ist aktuell offline. Hintergründe: Datenschutz, Gesundheitsinformationen im öffentlichen Raum, rechtliche und organisatorische Gründe.

    Durch einen persönlichen Kontakt bin ich auf eine Alternative zum Aspies e.V. Forum gestoßen. Dieses Forum wurde als adäquater Ersatz erstellt. Ich habe mich direkt registriert und habe „alte Bekannte“ wiedgerfunden.

    Daher auch von mir die Empfehlung: Aspie-treff.de

  • Die Diagnose ist da: F84.1 G – atypischer Autismus

    Während meines Aufenthalts in der WKidH (westfälische Klinik in der Haard) gab es mit meinen Diagnosen Veränderungen. Zunächst war es eine gesicherte Asperger-Syndrom Diagnose, F84.8 war Thema und dann ging es zu Verdacht auf atypischen Autismus, was aufgrund des Aufenthaltsabbruchs durch meine biologische Mutter nicht bestätigt wurde.

    Heute steht die Diagnose fest und es ist: Autismus-Spektrum-Störung (F84.1 G); atypischer Autismus. Außerdem Fragiles-X-Syndrom in somatische Anamnese.

    Insgesamt kann ich die Diagnose durch die Charité – Benjamin Franklin Krankenhaus und Michaela Fleige in Berlin nur empfehlen.

    Hier eine Übersicht zur Diagnose:

    • Psychologische und psychotherapeutische Diagnose.
    • Die Autismus-Sprechstunde ist eine ambulante Diagnose, welche sich über mehrere Stunden/Präsenztage hinweg erstreckt.
    • Zur Diagnose gehört:
      • Anamnese, aktuelle Anamnese
      • Die psychiatrische Vorgeschichte
      • Psychopharmakologische Anamnese
      • Familienanamnese
      • Subsatnzmittelanamnese
      • Somatische Anamnese
      • Soziobiografische Anamnese
    • Es werden Befunde erstellt:
      • Psychopathologischer Befund

    Es kommen folgende Tools zum Einsatz: AQ, FSK (Fragebogen zur Sozialen Kommunikation), Klinisches Interview (aktuell nach ICD 10 und DSM-5, ADOS-2, die diagnostische Beobachtungsskala (Bereiche Kommunikation und Soziale Interaktion).

    Es gibt außerdem eine zusammenfassende Beurteilung und es werden Empfehlungen ausgesprochen. Dazu gehören Mittel zur Selbsthilfe und Hilfe durch interne und externe Anlaufstellen und Maßnahmen sowie weitere Unterstützungsangebote. 

    Bei mir waren es 4 Termine und eine Diagnosebesprechung. Bei meiner Diagnose in der KJP hatte ich ca. 25 Produktivdiagnose-Einheiten. Die Diagnose in der KJP war 1998/99 und stationär. Ich hatte außerdem weitere Stationen wie Neurologie, Neuropsychologie und Genetik – welche ich nun zwar auch machen könnte, allerdings scheint es so, als seien die vorliegenden Informationen ausreichend. Wobei es natürlich zweck- und sinnmäßig sein kann, ab und an mal Veränderungen beobachten zu lassen (Bsp. bezgl. der atypischen Gehirnentwicklung). Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ein Overload bspw. unmittelbar zu einer funktionellen Störung führen kann.

    Ich bin mit der Durchführung der Diagnostik zufrieden, Note „1-“ nach Schulnotensystem. 

  • Studienanfrage und Psychotherapieangebot der Institutsambulanz der Humboldt-Universtität Berlin

    Über den Aspies e.V. E-Mail Newsletter habe ich die Information erhalten, dass die Humboldt-Universität zu Berlin, ergänzend zum Behandlungsangebot (Diagnostik und Therapie), ein Studienangebot bzw. ein Forschungsprojekt anbietet, welches wahrgenommen werden kann.

    Das Forschungsprojekt

    Trotz einer hohen Prävalenz (circa 1-2%) existieren nur wenige
    therapeutische Behandlungsansätze für Erwachsene im Autismus-Spektrum.

    An der Hochschulambulanz der Humboldt-Universität zu Berlin wurde ein einzeltherapeutisches Behandlungsmanual entwickelt, welches sich spezifisch an Erwachsene im Autismus-Spektrum ohne begleitende Intelligenzminderung richtet. In einer aktuellen Studie soll dieses Behandlungsmanual überprüft und mit der derzeit üblichen Behandlung durch ärztliche, psychiatrische oder psychologische Behandler:innen verglichen werden.

    Das Behandlungsprogramm

    Das Behandlungsprogramm wurde (basierend auf dem Manual von Dziobek & Stoll (2019)) für die einzeltherapeutische Behandlung von Erwachsenen im Autismus-Spektrum ohne Intelligenzminderung entwickelt. Bei der Entwicklung des Manuals haben autistische und neurotypische Personen
    mitgewirkt. Die Behandlung umfasst mehrere Module zu den Themen Wissen über psychische Besonderheiten, Selbstwert, Umgang mit Stress, und Beziehung zu anderen Menschen. Die Behandlung findet in 12 wöchentlichen Doppelsitzungen (à 100 Minuten) an der Hochschulambulanz der Humboldt Universität zu Berlin statt und wird durch Therapeut:innen mit Erfahrung
    in der Behandlung von autistischen Menschen durchgeführt. Die Therapie ist für Sie kostenfrei und wird über Ihre Krankenkasse abgerechnet.

    Der Ablauf

    Vor der psychotherapeutischen Behandlung findet eine ausführliche und differenzierte diagnostische Einordnung statt, um den Schweregrad der Autismus-Symptomatik und möglicher komorbider Störungen sowie die Eignung für eine Teilnahme an der Studie zu bestimmen. Bitte beachten Sie: Eine Teilnahme ist nur mit vordiagnostizierter Autismus-Spektrum-Störung möglich, im Rahmen der Studie erfolgt keine ausführliche Autismus-Diagnostik.

    Durch eine zufällige Zuteilung wird dann bestimmt, ob Sie direkt mit der Behandlung beginnen (Gruppe 1) oder ob sie für ca. 7 Monate warten und erst dann mit der Behandlung starten (Gruppe 2); in dieser Zeit können Sie aber die übliche Versorgung (wie z.B. Besuche bei der Psychiater:in) sowie alternative Unterstützungsangebote (wie z.B. der Besuch von Selbsthilfegruppen) in Anspruch nehmen. Hierzu erhalten alle
    Studienteilnehmer:innen zu Beginn eine Beratung zu möglichen Angeboten. Eine von der Studie unabhängige Psychotherapie ist während des Zeitraums der Studie in beiden Gruppen nicht möglich.

    Jeweils zu Beginn Ihrer Teilnahme, nach ca. vier Monaten und nach ca. sieben Monaten erfolgen Termine, bei denen Sie Fragebögen ausfüllen und ein Gespräch mit einer Studienpsycholog:in haben, um mögliche Veränderungen zu erfassen. Hier werden Informationen zu Ihrer psychischen, sozialen und beruflichen Situation erfragt und Sie werden
    gebeten, verschiedene Fragebögen auszufüllen. Zusätzlich wird eine Ihnen nahestehende Person gebeten (z.B. Familienangehörige, Freund:in, Kolleg:in), einen Fragebogen zu Ihren Schwierigkeiten und Stärken im Umgang mit anderen Personen auszufüllen.

    Die Teilnahmevoraussetzungen

    • Diagnose einer Autismus-Spektrum-Störung (F84.0, F84.1 oder F84.5)
    • Alter 18-65 Jahre
    • IQ ≥ 80
    • Ausreichende Deutschkenntnisse (um eine Psychotherapie auf Deutsch durchzuführen)
    • Bereitschaft einer externen Person, über mehrere Messzeitpunkte hinweg einen Fragebogen auszufüllen
    • Einwilligung in Audio- und Videoaufnahmen von Therapiesitzungen
    • Wöchentlich Zeit für eine Doppelsitzung Therapie (Mo – Do; 9 – 17 Uhr)
    • Keine schweren Einschränkungen beim Lesen oder Schreiben
    • Keine schweren neurologischen Störungen
    • Keine Substanzabhängigkeit oder Substanzmissbrauch in den letzten 12 Monaten.
    • Keine akute Suizidalität oder akute Psychose, akute Manie oder akute schwere depressive Episode.
    • Keine im Vordergrund stehende psychische oder körperliche
      Störung, die primär und dringend Behandlungsbedürftig ist
    • Keine oder unveränderte Einnahme von Psychopharmaka für mind. 6 Wochen vor Studienbeginn.
    • Keine aktuelle (teil-)stationäre psychiatrische Behandlung zu
      Studienbeginn
    • Keine ambulante Psychotherapie derzeit oder in den letzten 6
      Monaten vor Studienbeginn

    Sie sind Interessiert?

    Wenn Sie Interesse an einer psychotherapeutischen Kurzzeit-Behandlung und damit an einer Studienteilnahme haben, melden Sie sich gern bei uns! Gerne geben wir Ihnen unverbindlich Auskunft und prüfen gemeinsam mit Ihnen, ob eine Studienteilnahme in Frage kommt.

    Schreiben Sie eine kurze E-Mail an:

    mkvt.studie.psy@hu-berlin.de

    Oder rufen Sie uns an unter:

    030 2093-98800 [1]

  • Für die Unterlagen, und Präventiv.

    Aktuell befinde ich mich in einer Autismus-Diagnose bei der Autismus-Sprechstunde der Charité.

    Dabei handelt es sich um meine zweite Diagnose. Bereits 1998/99 hatte ich ein Diagnoseverfahren in der westfälischen Klinik in der Haard (heute LWL). Damals noch mit Neurologie, Genetik und Neuropsychologie – stationärer Aufenthalt. Man empfahl damals, zu einem späteren Zeitpunkt eine präventive Maßnahme umzusetzen (Bsp. ab dem Alter 35). Dies wurde umgesetzt.

    Die Diagnose in der Charité (Benjamin Franklin) umfasste bisher 4 Präsenztermine, einiges an Unterlagen und Dokumentation (u.a. auch Tagesberichte). Diese brachte ich selbst mit ein. Der 5. Termin wird die Diagnosebesprechung sein.

    Fest steht: Ich bin im Autismus-Spektrum. Der Begriff und die Bezeichnung werden seit 2013 im DSM-5 geführt.

    Die Diagnose wird in den kommenden Tagen gestellt, der Arztbrief geschrieben und die Diagnosebesprechung folgt.

  • 27.06.2026 Autismusfachtag – Aspies e.V.

    Am 27.06.2026 veranstaltet Aspies e.V. den Autismusfachtag.

    Dieser findet in einer Location nahe Lützowplatz statt. Die genaue Adresse:

    Lützowstr. 42, 10785 Berlin Mitte

    Über Aspies e.V.:

    Aspies e.V. – Menschen im Autismusspektrum ist eine bundesweite Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisation von und für Menschen im Autismus-Spektrum.

    Aspies e.V. hat sich im Jahre 2004 als erste Organisation dieser Art in Deutschland gegründet.

    Ziel des gemeinnützigen Vereins ist es, die Teilhabe für Menschen im Autismus-Spektrum in allen Bereichen der Gesellschaft und das Mitspracherecht von Autist:innen bei allen Angelegenheiten, die sie betreffen, zu fördern.

    Der Verein leistet Aufklärungsarbeit, um Stigmata und Vorurteile gegenüber Autismus und Autist:innen in der Öffentlichkeit abzubauen.

    Zu diesem Zweck und um den Austausch autistischer Menschen untereinander und beisammensein zu ermöglichen, werden Veranstaltungen durchgeführt.

    Auch in diesem Jahr veranstaltet Aspies e.V. aus Anlass des Autistic Pride Day wieder einen Fachtag zum Thema Autismus, der wieder zugleich in Präsenz und online stattfindet.

  • Der Euro und der Trend

    Der Euro ist nicht nur in weiten Teilen Europas, sondern durch Überseegebiete und spezielle Abkommen auch auf anderen Kontinenten ein offizielles Zahlungsmittel.

    Eine Liste mit Kontinente und Regionen, auf denen mit Euro bezahlt werden kann (Stand 2026, Gemini):

    1. Europa (Hauptverbreitungsgebiet)

    – Eurozone (21 Länder ab 2026): Andorra, Belgien, Bulgarien (ab 01/2026), Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Österreich, Portugal, San Marino, Slowakei, Slowenien, Spanien, Vatikanstadt.

    – Unilaterale Nutzung: Im Kosovo und in Montenegro ist der Euro ebenfalls das de-facto-Zahlungsmittel, ohne formelles Abkommen mit der EZB.

    2. Südamerika

    – Französisch-Guayana: Als französisches Übersee-Département ist es Teil der EU und nutzt den Euro.

    3. Nordamerika / Karibik

    – Französische Überseegebiete: Guadeloupe, Martinique, Saint-Barthélemy und Saint-Martin.

    – Saint-Pierre und Miquelon: Inselgruppe vor der Küste Kanadas, die zum französischen Staatsgebiet gehört.

    4. Afrika

    – Mayotte und Réunion: Französische Übersee-Départements im Indischen Ozean.

    – Ceuta und Melilla: Spanische autonome Städte an der Nordküste Afrikas.

    5. Atlantischer Ozean

    – Azoren und Madeira (Portugal)
    – Kanarische Inseln (Spanien)

    Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der Euro hauptsächlich in Europa genutzt wird, aber durch die Verbindung zu Frankreich, Spanien und Portugal in Südamerika, Nordamerika, Afrika und im Atlantik (als gesetzliches Zahlungsmittel in Überseegebieten) sowie im Indischen Ozean zu finden ist.